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Betreibungsamt

Bildband Betreibungsamt

Dorfstrasse 4
Postfach 62                                               
6318 Walchwil                                          

Telefon +41 (0)41 759 80 12

betreibungsamt@walchwil.ch

Infolge Ferienabwesenheit gelten vom 29. September bis 10. Oktober 2014 folgende reduzierte Öffnungszeiten:
Montag, Mittwoch und Freitag von 08.30 - 11.30 Uhr


Zahlungsverbindung

Postkonto 60 - 18626-9
IBAN CH28 0900 0000 6001 8626 9
BIC POFICHBEXXX


Öffnungszeiten

Montag
08.30 - 11.30 und 14.00 - 17.30 Uhr

Mittwoch
08.30 - 11.30 und 14.00 - 17.00 Uhr

Freitag
08.30 - 11.30 Uhr

Dienstag und Donnerstag geschlossen

Termine ausserhalb der ordentlichen Öffnungszeiten auf Vereinbarung möglich.

Standort


Aufgaben des Betreibungsamtes

Zuständigkeit

Welches Betreibungsamt zuständig ist, kann beim Betreibungsschalter des Bundesamtes für Justiz (Zuständiges Amt finden) in Erfahrung gebracht werden.

Formulare

Die Formulare im Betreibungswesen finden Sie am Schluss dieser Seite im Online-Dienst

Es wird keine Gewähr dafür übernommen, dass nachfolgende Informationen auf anderen Betreibungsämtern Gültigkeit haben, insbesondere Regelungen und Geschäftsgepflogenheiten, die das Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz nicht tangieren. Der besseren Lesbarkeit wegen wird in den folgenden Ausführungen nur die männliche Form verwendet, gemeint sind aber immer auch Gläubigerinnen und Schuldnerinnen.

Auskunft aus dem Betreibungsregister

Bei Auskünften aus dem Betreibungsregister (Art. 8a SchKG) wird unterschieden zwischen Drittauskünften, welche dazu dienen, die Kreditwürdigkeit einer Person oder einer Firma zu überprüfen und nur aufgrund eines glaubhaft gemachten Interesses gegeben werden und Auskünften über die eigene Person, so genannte Betreibungsregisterauszüge, wie sie z.B. vom Vermieter verlangt werden können.

Drittauskünfte

  • über natürliche Personen müssen Namen, Vornamen und die genaue Wohnadresse enthalten und wenn möglich das Geburtsdatum.
  • über im Handelsregister eingetragene juristische Personen und Gesellschaften müssen nebst dem genauen Firmennamen die Adresse des im Handelsregister eingetragenen Sitzes enthalten.
  • sind beim Betreibungsamt des Wohnortes der Person, über die Auskunft verlangt wird, einzuholen; bei Einzelfirmen am Wohnsitz des Inhabers; bei juristischen Personen und Handelsgesellschaften am Sitz der Gesellschaft.
  • werden nur aufgrund eines Interessennachweises (vgl. nachstehend) erteilt. Der Betreibungsbeamte hat das Interesse zu prüfen, kommt er zum Schluss, dass das Interesse nicht gegeben oder mangelhaft ist, wird die Anfrage zurückgewiesen.

Ihr Interesse

  • muss glaubhaft sein (Art. 8 a Abs. 1 und 2 SchKG), d.h. Ihr Interesse an einer Betreibungsauskunft ist dem Betreibungsamt durch Belege und/oder glaubhafte Beschreibung darzulegen. Solche Interessen-Nachweise (IN) können sein: Kreditanfragen des Kunden (nur mit Unterschrift des Kunden gültig); Unterschriftenkarten (als Kunde einer Bank); Kreditkartenanträge (nur mit Unterschrift des Kunden gültig); Bestellungen/Lieferscheine (mit Unterschrift des Schuldners); Rechnungen; Verträge irgendwelcher Art, andere Schriftstücke, aus welchen ein Verhältnis Schuldner/Gläubiger hervor geht.

Allgemeine Hinweise zu Betreibungsauskünften

  • Die Betreibungsauskunft umfasst die letzten fünf Jahre, sagt aber nichts darüber aus, ob während dieser Zeit andernorts Betreibungen eingeleitet wurden. Bemerkungen über Zu- und /oder Wegzugsdaten sind zu beachten. 
  • Auskünfte über Einzelfirmen sind am Wohnort des Inhabers einzuholen.
  • Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass Betreibungsauskünfte nur auf schriftliche Anfrage erteilt werden können.

Auskünfte über die eigene Person

Auskünfte über sich selbst können nur nach Vorlage des Personalausweises, des Ausländerausweises oder einer Bescheinigung der Einwohnerkontrolle über die Meldeverhältnisse der betreffenden Person erteilt werden. Ohne ein solches Dokument nehmen wir auf Wunsch die notwendige Überprüfung bei der Einwohnerkontrolle direkt vor. 

Betreibungsregisterauszüge

  • können schriftlich beim für Ihren Wohnort zuständigen Betreibungsamt eingefordert werden. Ihre Bestellung muss einen der oben genannten Ausweise in Fotokopie, Quittungsabschnitt über die auf das Postcheck-Konto Nr. 60-18626-9 bezahlte Gebühr über CHF 17.00 und einen an Sie adressierten, frankierten Briefumschlag enthalten.
  • können zu den Öffnungszeiten telefonisch bestellt werden und sind dann abzuholen. Bei der Abholung ist der Personalausweis vorzulegen. Drittpersonen erhalten Betreibungsauszüge nur gegen Abgabe einer Vollmacht und Fotokopie des Personalausweises der Person über die ein Auszug erstellt werden muss.
  • werden in aller Regel bei persönlicher Vorsprache auf dem Betreibungsamt ohne Voranmeldung bearbeitet, allerdings müssen ev. kurze Wartezeiten in Kauf genommen werden (bitte Öffnungszeiten des Betreibungsamtes beachten).

Gebühr für Betreibungsauszüge

Eine Betreibungsauskunft kostet CHF 17.00 zuzüglich Porto und ist auf das Postcheck-Konto Nr. 60-18626-9 (IBAN CH28 0900 0000 6001 8626 9) lautend auf Betreibungsamt Walchwil zu überweisen. Falls diese durch Rechnung erhoben wird, ist diese innert 10 Tagen zu begleichen. Bei Nichteinhalten der Zahlungsfrist werden Auskünfte nur noch gegen einen entsprechenden Kostenvorschuss erteilt. Allfällige zusätzlich notwendige Aufwendungen müssen gemäss Gebührenverordnung (GebV SchKG) zusätzlich in Rechnung gestellt werden.

Muster-Schein

 

Betreibung einleiten und fortsetzen nach dem Bundesgesetz über Schuldbetreibung- und Konkurs

Betreibungen können ohne vorhergehendes Gerichtsverfahren eingeleitet werden. Dazu ist ein Betreibungsbegehren beim Betreibungsamt am Wohnsitz des Schuldners einzureichen, bei juristischen Personen und Handelsgesellschaften am Sitz der Gesellschaft (Handelsregistereintrag beachten). Die elektronische Übermittlung von Betreibungsbegehren ist seit dem 01.01.2011 möglich, bedingt aber, dass der Gläubiger im eSchKG-Verbund ist. Sofern der Gläubiger im Besitz einer elektronischen Signatur ist, kann das Betreibungsbegehren auch über das SchKG-Postfach eingereicht werden. Per E-Mail oder Fax eintreffende Begehren können nicht entgegengenommen werden. Das Begehren hat schriftlich zu erfolgen und muss folgende Angaben enthalten:

  • Name, Vorname, Adresse, Wohnort des Schuldners
  • Name, Firma, Adresse des Gläubigers
  • Bei Vertreter-Verhältnis Name und Adresse des Gläubiger-Vertreters
  • Bank- oder Postverbindung, Kontonummer des Gläubigers bei Vertretung jene des Gläubiger-Vertreters
  • Forderungssumme, bei Verlangen von Verzugszins der Zinssatz und ab wann Zins verlangt wird
  • Forderungsgrund, die Floskel „siehe Beilagen“ genügt nicht
  • Ort und Datum, Originalunterschrift des Gläubigers oder dessen Vertreters
  • Telefonnummer für allfällige Rückfragen ist von Vorteil

Fehlt eine der geforderten Angaben, wird das Begehren unter Verrechnung einer Gebühr für die Rückweisung dem Gläubiger zur Vervollständigung zurückgewiesen.

Nach Eröffnung des Geschäftsfalles wird dem Schuldner der Zahlungsbefehl zugestellt, dieser enthält nebst den oben geforderten Angaben die Aufforderung an den Schuldner, den Gläubiger binnen 20 Tagen für die Forderung samt Betreibungskosten zu befriedigen. Will der Schuldner die Forderung oder einen Teil derselben bestreiten, so hat er innert 10 Tagen seit der Zustellung des Zahlungsbefehls Rechtsvorschlag zu erheben. Nach Ablauf der Rechtsvorschlags-Frist wird dem Gläubiger ein identisches Doppel des Zahlungsbefehls zugestellt. In der Regel zusammen mit der Gebührenrechnung. Gemäss Art. 68 SchKG trägt der Schuldner die Betreibungskosten. Diese Gebühren sind jedoch vom Gläubiger vorzuschiessen. Wenn der Vorschuss nicht geleistet wird, kann das Betreibungsamt unter Anzeige an den Gläubiger die Betreibungshandlung einstweilen unterlassen.

Betreibungsferien

Während den gesetzlichen Betreibungsferien vom 15. bis 31. Juli sowie sieben Tage vor und nach Weihnachten und Ostern sind gewisse Betreibungshandlungen nicht zulässig. Darunter fallen u.a. das Zustellen von Zahlungsbefehlen, das Vollziehen von Pfändungen etc. Während den Betreibungsferien eingehende Begehren werden erfasst, jedoch erst weiter bearbeitet nach deren Ablauf.

Gebühren

Sämtliche Gebühren richten sich nach der Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (GebV SchKG) vom 23. September 1996.

Preis der Auskunft: CHF 17.00 + allfälliges Porto 
Allfälliger übriger Aufwand wird nach Gebührentarif verrechnet.

Gebühren für einen Zahlungsbefehl oder eine Konkursandrohung nach Forderungsbetrag plus Portokosten (Art. 16 und Art. 39 GebV SchKG):

ForderungGebühr inkl. Porto
bis CHF           100.00     CHF   20.30
ab CHF           100.00 bis           500.00 CHF   33.30
ab CHF           500.00 bis        1'000.00 CHF   53.30
ab CHF        1'000.00 bis      10'000.00 CHF   73.30
ab CHF      10'000.00 bis    100'000.00 CHF 103.30
ab CHF    100'000.00 bis 1'000'000.00 CHF 203.30
über CHF 1'000'000.00     CHF 413.30

Postcheck-Konto Nr. 60-18626-9
IBAN CH28 0900 0000 6001 8626 9
BIC POFICHBEXXX

Kann der Zahlungsbefehl nicht beim ersten Mal zugestellt werden oder muss die Rechtshilfe eines anderen Amtes oder der Polizei in Anspruch genommen werden, entstehen zusätzliche Kosten, die Ihnen ebenfalls belastet werden.

Gebühren für die Rückweisung
Grundbetrag für die Rückweisung eines Begehrens beträgt CHF 13.00 plus Porto. Sofern die Korrespondenz mehr als eine Seite umfasst, wird jede weitere Seite mit CHF 8.00, allfällige Fotokopien mit CHF 2.00 verrechnet.

Zahlungsbefehl

Sie haben einen Zahlungsbefehl erhalten. Was ist zu tun?

Zahlungsbefehle müssen durch einen Zustellbeamten (Betreibungsbeamter, Briefträger oder Schalterbeamte bei der Post) dem Schuldner offen übergeben werden. Auf beiden Zahlungsbefehls-Exemplaren hat der Zustellbeamte zu bescheinigen, wann und an wen die Zustellung erfolgte. Die Zustellung von Zahlungsbefehlen darf von Montag bis Samstag von 07.00 bis 20.00 Uhr vorgenommen werden. Muss bei der Zustellung die Polizei beigezogen werden, gelten diese Zustellzeiten nicht, es kann auch nachts und an Sonn- und Feiertagen sowie während den Betreibungsferien zugestellt werden.

Der Zahlungsbefehl ist eine gesetzliche Aufforderung, die betriebene Forderung samt Zins und Kosten innert 20 Tagen an den Gläubiger zu bezahlen. Das Betreibungsamt übernimmt auf Wunsch des Schuldners und gegen eine geringe Gebühr das Inkasso. Um den genauen Zahlungsbetrag zu ermitteln, ist es ratsam, mit dem Betreibungsamt telefonischen Kontakt aufzunehmen oder persönlich vorzusprechen. Der Zahlungsbefehl ist in diesem Fall mitzubringen.

Rechtsvorschlag

Wird die Forderung bestritten, kann der Schuldner sofort bei Zustellung Rechtsvorschlag erheben. Auf der Rückseite des Zahlungsbefehls hat er die Art des Rechtsvorschlages anzukreuzen (Rechtsvorschlag über ganze Summe oder Teilrechtsvorschlag). Im Falle eines Teilrechtsvorschlages hat er den Betrag zu nennen, den er bestreitet. Der Rechtsvorschlag ist vom Schuldner mit Datum und Unterschrift zu versehen. Ein Rechtsvorschlag braucht nicht sofort erhoben zu werden, er kann innert 10 Tagen nach der Zustellung des Zahlungsbefehls beim ausstellenden Betreibungsamt abgegeben werden. Der Rechtsvorschlag kann jedoch auch in Briefform unter Nennung der Betreibungsnummer erfolgen. Die Frist von 10 Tagen ist unbedingt zu wahren. Wird der Rechtsvorschlag nachträglich der Post übergeben, ist dieser in einem verschlossenen Couvert, aus Beweisgründen vorsorglich eingeschrieben, an das Betreibungsamt zu senden, mit dem Aufgabedatum (Poststempel) ist die Frist gewahrt. Verspätet eingereichte Rechtsvorschläge werden mit Verfügung zurückgewiesen. Ist dem Schuldner nicht klar, wofür er betrieben wird und ob er Rechtsvorschlag erheben soll, kann er innert der Rechtsvorschlagsfrist vom Gläubiger Beweismittel verlangen (Art. 73 SchKG). Er kann dem Betreibungsamt formlos melden, dass er von dieser Möglichkeit Gebrauch machen will.

Jede Einleitung und betreibungsamtliche Erfassung einer Betreibung bedeutet einen Eintrag im Betreibungsregister, es spielt keine Rolle, ob der Zahlungsbefehl zugestellt werden konnte oder nicht.

Die Beseitigung des Rechtsvorschlages

Wird die Forderung bestritten, kann der Schuldner sofort bei Zustellung oder innert 10 Tagen Rechtsvorschlag erheben. Dies führt zum Stillstand der Betreibung (SchKG Art 78 Abs. 1). Damit die Betreibung fortgesetzt werden kann, muss der Rechtsvorschlag beseitigt werden. Dies hat der Gläubiger zu veranlassen, in der Regel auf dem ordentlichen Zivilprozessweg. Dieser beginnt mit der Verhandlung vor dem Friedensrichter. Dazu kann das Formular Zivilklage oder das Formular Antrag zur Vermittlungsverhandlung zusammen mit dem Zahlungsbefehl und ev. vorhandenen Forderungstiteln an das Friedensrichteramt am Wohnort des Schuldners geschickt werden. Der Kanton Zug kennt noch andere Schlichtungsstellen, welche bei Streitigkeiten in erster Instanz angerufen werden können. Handelt es sich um eine arbeitsrechtliche Forderung, ist zur Beseitigung eines Rechtsvorschlages an die kantonale Schlichtungsbehörde im Arbeitsrecht zu gelangen. Bei Miet- und Pachtforderungen für Wohn- und Geschäftsräume (inkl. landwirtschaftliche Pacht) gelangt man an die kantonale Schlichtungsbehörde Miet- und Pachtrecht. Ist bereits ein Rechtsöffnungstitel (rechtskräftiges Urteil, Schuldanerkennung etc.) vorhanden, kann die Rechtsöffnung im summarischen Verfahren durchgeführt werden. Das Formular Rechtsöffnungsbegehren ist zusammen mit Zahlungsbefehl und Rechtsöffnungstitel zu senden an:

Kantonsgericht Zug
Einzelrichter
Aabachstrasse 3
Postfach
6301 Zug

Hat der Schuldner keinen Rechtsvorschlag erhoben und innert der 20tägigen Frist nicht bezahlt, muss der Gläubiger erneut die Betreibung in Gang bringen. Dazu ist das Fortsetzungsbegehren an das zuständige Betreibungsamt zu stellen. Ohne dass die Fortsetzung verlangt wird, werden vom Betreibungsamt keinerlei Schritte in der Betreibung unternommen. Das Fortsetzungsbegehren muss folgende Angaben enthalten:

  • Name, Vorname, Adresse und Wohnort des Schuldners
  • Name, Firma, Adresse des Gläubigers
  • Bei Vertreter-Verhältnis Name und Adresse des Gläubiger-Vertreters
  • Bank- oder Postverbindung, Kontonummer des Gläubigers, bei Vertretung jene des Gläubiger-Vertreters
  • Forderungssumme, bei Verlangen von Verzugszins der Zinssatz und ab wann Zins verlangt wird.
  • Gestützt worauf die Betreibung fortzusetzen ist (Zahlungsbefehl/Verlustschein/Pfandausfallschein)
  • Betreibungs-Nummer
  • Ort und Datum und Original-Unterschrift des Gläubigers oder dessen Vertreters

Wurde die Betreibung durch ein anderes Amt eingeleitet (Wegzug des Schuldners) ist dem Fortsetzungsbegehren der Original-Zahlungsbefehl beizulegen. Wird die Fortsetzung aufgrund eines Verlustscheines verlangt, ist der Verlustschein im Original beizulegen.

Betreibung auf Konkurs

Wird die Fortsetzung für einen Schuldner verlangt, der der Konkursbetreibung unterliegt, stellt das Betreibungsamt dem Schuldner eine Konkursandrohung zu. Damit wird dem Schuldner der Konkurs angedroht, wenn die Forderung nicht innert 20 Tagen seit Zustellung bezahlt wird. Der Gläubiger erhält unverzüglich ein identisches Doppel zusammen mit der Gebührenrechnung. Die Gebühr für die Konkursandrohung ist identisch mit den Gebühren für Zahlungsbefehle und richtet sich ebenfalls nach der Höhe der Forderung. Mit dem Gläubiger-Doppel der Konkursandrohung kann der Gläubiger nach Ablauf der 20tägigen Zahlungsfrist beim Gericht die Konkurseröffnung verlangen. Dazu richtet er das Konkursgesuch an:

Kantonsgericht Zug
Konkursrichter
Aabachstrasse 3
Postfach
6301 Zug

Betreibung auf Pfändung

Unterliegt der Schuldner der Betreibung auf Pfändung, wird ihm nach Eingang des Fortsetzungsbegehrens eine Pfändungsankündigung zugestellt, worin ihm nochmals eine kurze Zahlungsfrist gewährt wird. Ist er nicht in der Lage, den geforderten Betrag innert der ihm gesetzten Frist zu begleichen, hat er zur Pfändung auf dem Betreibungsamt zu erscheinen. Das Ergebnis der Pfändung wird dem Gläubiger und dem Schuldner nach Ablauf der Teilnahmefrist (30 Tage) in der Pfändungsurkunde mitgeteilt.

Verwertung

Wurden beim Schuldner Gegenstände gepfändet, kann der Gläubiger frühestens einen Monat, spätestens ein Jahr nach der Pfändung die Verwertung verlangen. Er reicht beim Betreibungsamt das Verwertungsbegehren ein. Darauf müssen folgende Angaben enthalten sein:

  • Name, Vorname, Adresse und Wohnort des Schuldners
  • Name, Firma, Adresse des Gläubigers
  • Bei Vertreter-Verhältnis Name und Adresse des Gläubiger-Vertreters
  • Bank- oder Postverbindung, Kontonummer des Gläubigers, bei Vertretung jene des Gläubiger-Vertreters
  • Forderungssumme, bei Verlangen von Verzugszins der Zinssatz und ab wann Zins verlangt wird.
  • Betreibungs-Nummer
  • Ort und Datum und Original-Unterschrift des Gläubigers oder dessen Vertreters

Wurden keine Sachen gepfändet, sondern nur Geldwerte (Lohn, Forderungen oder anderes Einkommen) ist kein Verwertungsbegehren notwendig.

Nach Ablauf eines Jahres seit dem Pfändungsvollzug wird von Amtes wegen abgerechnet. Allfällig während dieser Zeit eingegangene Zahlungen werden, wenn sie nicht schon an die Gläubiger weitergeleitet wurden, jetzt überwiesen unter Abzug der während des Pfändungsjahres entstandenen Kosten (gemäss Gebührentarif). Konnten die Forderungen nicht oder nur teilweise getilgt werden, stellt das Betreibungsamt einen Verlustschein aus.

Verlustscheine

Wird für eine betriebene Forderung erstmals ein Verlustschein ausgestellt, kann innert 6 Monaten die Betreibung ohne vorgängigen Zahlungsbefehl mit dem Fortsetzungsbegehren fortgesetzt werden. Die Verjährungsfrist für Verlustscheine beträgt 20 Jahre.

Register über Eigentumsvorbehalte

Wird bei einem Kaufvertrag mit Abzahlungsmodus (Ratenzahlung) ein Eigentumsvorbehalt vereinbart, kann der Verkäufer (Veräusserer oder Zessionar) diesen im Eigentumsvorbehaltsregister der Wohngemeinde des Käufers eintragen lassen. Dabei ist er an keine zeitliche Frist gebunden, der Eintrag ist möglich, solange der Gegenstand nicht in den vollständigen Besitz des Käufers übergegangen ist. Eine einseitige Anmeldung ist nur zulässig, wenn gleichzeitig das schriftliche Einverständnis der andern Partei, und zwar in allen für die Eintragung wesentlichen Punkten, beigebracht wird. Das Einverständnis des Käufers hat vor Übergang der Ware in seinen Besitz zu erfolgen. Der Kaufvertrag ist in 2-facher Ausführung (Original und Doppel) zusammen mit dem Antrag an das zuständige Betreibungsamt zu senden. Der Original-Kaufvertrag bleibt auf dem Betreibungsamt, das Doppel wird mit einer Eintragsnummer versehen an den Antragsteller mit Gebührenrechnung zurückgeschickt. Die gesetzliche Grundlage findet man in der
Verordnung des Bundesgerichts betreffend die Eintragung der Eigentumsvorbehalte. Für die Anmeldung kann das Formular Anmeldung zur Eintragung eines Eigentumsvorbehaltes  verwendet werden, dies ist aber nicht zwingend. Folgende Daten sind dem Betreibungsamt anzugeben:

  • Namen, Firma, Adresse des Veräusserers (Verkäufer)
  • Namen, Firma, Adresse eines allfälligen Zessionars (bei Abtretung der Forderung)
  • Namen, Vornamen, Adresse und Wohnort des Erwerbers (Käufer)
  • Antragsteller
  • Bezeichnung des Gegenstandes (oder mehrerer Gegenstände)
  • Standort des Gegenstandes (der Gegenstände)
  • Datum der Vereinbarung über den Eintrag ins Register
  • Forderungsbetrag (Nettokredit) in Schweizer Franken (Fremdwährungen sind vom Antragsteller in Schweizer Franken umzurechnen)
  • Anzahl der Raten
  • Höhe der Raten
  • Datum der Fälligkeit der 1. Rate
  • Ort, Datum und Original-Unterschrift des Antragstellers

Die Gebühren für den Eintrag und Auszüge richten sich nach der Gebührenverordnung (GebV SchKG). Die Einsicht in das Eigentumsvorbehaltsregister ist jedermann gestattet (Art. 17 der Verordnung).

Die Gebühr für die Verrichtung bei der Eintragung von Eigentumsvorbehalten geht zu Lasten des Antragstellers und beträgt:

 

Für die Eintragung des Eigentumsvorbehaltes:

 

Höhe des Nettokredits in FrankenKosten
           bis   1'000 CHF 25.00
1'001 bis   5'000 CHF 50.00
5'001 bis 10'000 CHF 60.00
über 10'000 6 Promille, jedoch höchstens CHF 150.00      
       
für die Eintragung der Zession CHF 10.00    
für die Vorlegung des Registers CHF   9.00    
für eine sich darauf stützende schriftliche Auskunft CHF 17.00 (+ Porto)    
für Auszüge, Bescheinigungen und schriftliche
Mitteilungen überdies für jede Seite
CHF   8.00    
       
Dazu kommen allfällige Auslagen wie Porti      

Aufsichtsbehörde

Das Betreibungsamt gehört der Judikative an und ist direkt dem Obergericht des Kantons Zug unterstellt, dieses führt jährlich eine Inspektion auf dem Betreibungsamt durch. Dabei wird die Führung des Amtes überprüft (Geschäftsführung, Buchhaltung etc.). Beschwerden sind an die II. Beschwerdeabteilung des Obergerichts des Kantons Zug zu richten.

 

Etwas Statistik

Jahrausgestellte Zahlungsbefehlevollzogene Pfändungenausgestellte Konkursandrohungenausgestellte Verlustscheine
1990 276 76 7 14 / CHF 48'294
2000 446 106 24 25 / CHF 108’766
2010 602 193 28 71 / CHF 241'591
2013 498 134 13 64 / CHF 5'751'428

Weiterführende Informationen


Personen

 

Name Funktion Telefon
Betreibungsamt, +41 (0)41 759 80 12
Schnyder, Susanne +41 (0)41 759 80 12
Schweizer, Simone +41 (0)41 759 80 12

 


Online-Dienst